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Ankündigungen

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
Die Konzeption Zivile Verteidigung - Eine Chance für den Kulturgutschutz (Dresden, 11. September 2021, 16-18 Uhr)

Die Konzeption Zivile Verteidigung wurde im Jahr 2016 durch die Bundesregierung beschlossen. Sie legt eine aktualisierte Grundlage für die ressortabgestimmte Aufgabenerfüllung im Bereich der Zivilen Verteidigung, die verfassungsgemäß im Aufgabenbereich des Bundes liegt. Die Anforderungen des Kulturgutschutzes haben als Teilaspekt des Zivilschutzes Aufnahme in die Konzeption gefunden.


Drei Referenten werden die Anforderungen des Kulturgutschutzes insbesondere nach der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgütern bei bewaffneten Konflikten von 1954 aus verschiedenen Perspektiven beleuchten und deren Bezüge zur Konzeption Zivile Verteidigung aufzeigen:

  • Susann Harder, Präsidentin des Deutschen Nationalkomitees Blue Shield e.V., stellt die Organisation Blue Shield und skizziert die Herausforderungen des Kulturgutschutzes bei bewaffneten Konflikten.
  • Dr. Bernhard Preuss, Beauftragter für Kulturgutschutz nach der Haager Konvention am Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, präsentiert die Grundzüge der Konzeption Zivile Verteidigung sowie den aktuellen Umsetzungsstand und ihre Bedeutung für die Umsetzung der Haager Konvention von 1954.
  • Alexander Gatzsche, Kapitänleutnant vom German Institute for Defence and Strategic Studies (GIDS) an der Führungsakademie der Bundeswehr Hamburg, berichtet über den militärischen Kulturgutschutz, d.h. der Umsetzung der Haager Konvention durch die Bundeswehr bei Einsätzen im In- und Ausland.

Den Vorträgen soll sich eine Diskussion über die unterschiedlichen Perspektiven und deren Verzahnung anschließen. Dabei sollen nicht nur die Chancen und Defizite im Zivilschutz, sondern auch die des Katastrophenschutzes thematisiert werden, wie sie sich zuletzt während der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westphalen und Rheinland-Pfalz gezeigt haben. In der Diskussion wird die Runde der Referenten durch Prof. Oberst i.G. Dr. Matthias Rogg, Leiter des GIDS und ehemaliger Direktor des Militärhistorischen Museums Dresden, ergänzt.

Veranstaltungsort: im Klemperer-Saal der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Adresse: Zellescher Weg 18, 01069 Dresden

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; eine vorherige Anmeldung per E-Mail (info@blue-shield.de) wird erbeten.


Virtueller Vortrag
Ein nationales Spektakel auf internationalen Bühnen:
Ein Lage- und Hintergrundbericht zum Kulturgüterschutz im Norden Äthiopiens
(18. Mai 2021, 19 Uhr)

Die Kulturgüter im Norden Äthiopiens sind nicht erst seit den neuesten militärischen Auseinandersetzungen in Gefahr. Seit über 100 Jahren geschehen einerseits schleichende Zerstörungsprozesse, andererseits spektakuläre Rettungsaktionen, in Folge von politischen und wissenschaftlichen Interessen. Die historischen Hintergründe vor allem der Welterbestätten zeigen die Bedeutung der internationalen Aufmerksamkeit für die nationalistische Geschichtspolitik afrikanischer Staaten. Sie zu verstehen ist eine wichtige Voraussetzung um aktuellen Problemen und Herausforderungen zu begegnen.

Die Referentin Dr. Marie Huber ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt Universität zu Berlin und forscht dort zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Entwicklungsländer, insbesondere im subsaharischen Afrika. Sie studierte Geschichte und Soziologie an der TU Berlin, war danach in der Stadtforschung tätig und promovierte zur Geschichte des Welterbes in Äthiopien. In ihrem aktuellen Projekt untersucht sie Luftfahrt und Fluggesellschaften in der postkolonialen Periode. Ihr Buch "Developing Heritage - Developing Countries" ist im Dezember bei De Gruyter erschienen. ( -> Zur Registrierung)


Kulturerbe in Gefahr

13.04.2021

In der ersten Ausgabe des Formats "Kulturerbe in Gefahr" widmen wir uns dem bedrohten Kulturerbe der Region Tigray im Norden Äthiopiens. Nach einer kurzen Vorstellung des Konflikts berichtet Dr. Iris Gerlach, Archäologin am Deutschen Archäologischen Institut, anhand verschiedener Fundorte über das archäologische Kulturerbe der Region. mehr


50 Jahre UNESCO-Übereinkommen über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der unzulässigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut

01.09.2020

Zum 50. Jubiläum des Übereinkommens entwickelte Blue Shield Deutschland gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Kulturmanagement der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg die Kampagne "Tra(ffi)cking culture - Voices on the Implementation of the UNESCO 1970 Convention‟, die verschiedene Perspektiven von namhaften Akteuren aus dem Bereich des Kulturerbes zu den Erfolgen, Misserfolgen und Herausforderungen des Übereinkommens von 1970 zusammentrug. mehr